Modeblog aus Düsseldorf (8)
Outfit Outfits

Die Bloggersphäre heute und „damals“

2014 habe ich mit dem Bloggen auf Fashionargument angefangen. Die Bloggersphäre hat sich so schnell, wie auch heute die schnelllebige Zeit des Internets ist, extremst verändert. Gerade zu den Anfängen haben doch die meisten mit Bildern in mäßiger Qualität begonnen und sich stetig gebessert. Es freut mich zu sehen, wie die Mädels sich von Beitrag zu Beitrag immer wieder verbessern und uns einen tollen (kleinen) Einblick in ihr Leben verschaffen. Mich persönlich als Influencer zu bezeichnen – never ever. Es gibt so bestimmte Wörter die ich gerne zu meinen Hasswörtern zähle und das ist definitiv das Wort „Influencer“. Einfach weil ich es ganz subjektiv einfach nicht ausstehen kann.

 

Influencer – mein persönliches Hasswort

 

Die Modebloggersphäre bietet mir mittlerweile ein Bild, dass mir wirklich schlecht aufstößt und meiner Meinung nach einfach nicht der Realität entspricht. Und zwar ist es dieses aufgesetzte „Prunkvolle Leben“ und das immer „perfekt sein“, das viele Mädels nach außen tragen. Selbstverständlich sei es auch jedem gegönnt für seinen Erfolg die Beeren zu ernten. Eigentlich war es aber gerade das Unperfekte und Realistische, was mir an Instagram und Modeblogs gefallen hat. Gerade das bodenständige hat mir an den meisten Beiträgen gefallen, dass die Mädels ein Leben führen, wie jeder „Normalo“ auch, immer gut gestylt und man sich die ein oder andere Inspiration holen konnte. Es war nicht die Tatsache, dass sie heute in New York und morgen in Mailand sind oder nun das 5. Paar der teuersten Guccischuhe tragen.

Es scheint so, als ließe sich die Sympathie nur nach Followerzahl messen. Die die bereits vor dem Instagram Algorythmus relativ viele Fans gewonnen (oder gekauft) hatten, ploppen mittlerweile ständig in meinem Feed auf. Dabei gehen die meisten meiner liebsten Instamädels komplett verloren. Und wenn ich ehrlich bin, ergeht es meinem Profil auch nicht anders.

 

Instagram – kann ich mir den Blog nun sparen?

 

Was einmal ein Kanal zur Werbung für neue Blogbeiträge und aktuelle OOTD´s war, ist heute das Maß aller Dinge. Und das, obwohl es so einfach ist einen solchen Kanal mit monetären Mitteln zu pushen. Zudem macht es mich einfach traurig, dass die Leser sich gar nicht mehr die persönlichen Blogbeiträge anschauen, bei dem der Schreiber viel mehr Arbeit reinstecken muss, als ein Bild, dass kurz mit einem Filter und Text bestückt und hochgeladen wird.

 

Snapchat – das Musthave der Branche?

 

Snapchat ist da auch noch so eine Geschichte – ich mag es (mittlerweile) gar nicht mehr. Das liegt aber auch zum einen daran, dass ich mich selbst nicht quatschen hören kann. Es gibt mir aber auch zum anderen das Gefühl „ein langweiliges Leben zu führen“. Nach einer 40 Stunden-Woche habe ich zudem auch eigentlich kein großes Bedürfnis mein Wochenende in einer Snapchatstorie zusammen zu fassen. Das wäre nebenbei gesagt, auch tatsächlich relativ langweilig :). Muss man heutzutage denn auch wirklich jede seiner privaten Minuten auf einem 10 Sekundenfilmchen für die Welt bereit halten. Selbstverständlich bin ich gerne mit dabei, wenn die Leute auf Reisen gehen, so habe ich auch die ein oder andere Storie aus New York bei Instagramstories mit euch geteilt. Aber ist das Ständige ein Muss?

Meine Frage ist nur, ist man wenn man nun nicht mehr mit der Zeit geht, raus aus der ganzen Modeblogger-Geschichte und wird auf Dauer nicht mithalten können?

Andererseits schätze und bestaune ich Bloggerinnen die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Wie z.B. Masha Sedgwick, die sehr offen, bewusst und kritisch mit dem Wandel der Bloggerumgebung umgeht. Oder auch Leonie von Ohhcotoure die trotz des ganzen Rummels um sie trotzdem noch sehr sympathisch wirkt.

Selbstverständlich möchte ich niemanden mit meinem Beitrag persönlich angreifen. Es ist einfach meine subjektive Meinung zu dem Wandel der „Bloggersphäre“. Da es für mich auch mittlerweile ein Hobby geworden ist, dass ich nicht mehr missen möchte, werde ich mich von dem ganzen Wandel nicht entmutigen lassen. Und ich hoffe euch wird es auch so gehen. Man sollte mit einer Sache auch nur weiter machen, wenn man voll und ganz dahinter steht.

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Modeblog aus Düsseldorf

Mantel beige: Zara

Jeans weiß: Zara

Flats beige: Forever21

Laceshirt weiß: Primark

Shirt gestreift: H&M

10 Kommentare

  1. Ich kann deine Gedanken und Worte gut nachvollziehen. Ich selbst weiß (noch) nicht so recht, wo ich mich in dieser neuen Social Media Welt einordnen soll. Einerseits mag ich das private (nicht zu viel!) und wenn man seine neuesten Errungenschaften zeigt, andererseits ist man auch ganz schnell mal oben drüber.

    Liebste Grüße
    Dorina // Adeline und Gustav

  2. Schön das du das Thema ansprichst- mir fällt dieser Wandel auch immer und immer mehr auf. Früher waren Blogs für mich eine große Inspiration, nette Mädels haben liebevoll gestaltete Artikel veröffentlicht, man schrieb und antwortete auf Kommentare- es gab einen freundlichen Austausch. Heute scheinen viele Blogger schier unerreichbar- zum einen durch ihre riiiiesigen Follower zahlen als auch durch ihren „abgehobenen“ und für mich scheinbar unwirklichen Lebensstil.

    Schade eigentlich- dennoch bleibe ich mir und meinem Blog treu, ich habe darin einfach meine große Leidenschaft entdeckt. Ich bin gespannt wie sich die ganze Branche weiter entwickelt!

    Wunderschöner Look übrigens♡
    Bin begeistert von deinem Blog und schaue ab jetzt garantiert öfter vorbei!

    Hab einen schönen Abend:)
    Streifenherzchen.de

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